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Burgauer Firmen spenden für die Feuerwehr

Dass die örtlichen Firmen immer ein offenes Ohr für „ihre“ Burgauer Feuerwehr haben, das ist den Verantwortlichen in Feuerwehr- und Rathaus nicht erst seit gestern bekannt. Mehrmals pro Woche verlassen einige Mitarbeiter ohne Vorankündigung ihren Arbeitsplatz, um mit der Wehr zum Einsatz auszurücken. Doch nicht nur durch die Freistellung der Arbeitskräfte, auch finanziell kann sich die Burgauer Wehr auf die Unternehmen verlassen. Bereits bei der Anschaffung des mobilen Großlüfters 2018 oder des Kleinlöschfahrzeugs im letzten Jahr steuerten die Betriebe teils mehrere tausend Euro bei, um den Kauf zu ermöglichen. So auch dieses Mal: 30 neue Helme für die Jugendfeuerwehr, acht Übungsfeuerlöscher, ein Pavillon zur Einsatzstellenhygiene und nicht zuletzt der gerade erst erworbene Teleskoplader wurden durch Zuwendungen der ROMA KG, Ernst Klimmer GmbH, Ruf Haustechnik, Richard Geiss GmbH, robatherm GmbH, Auto Thoma, Frey Textilreinigung und der Maier Textilpflege erst ermöglicht. Ein Novum gab es auch diesmal: die Stadtsoldaten der Stadtwache Burgau e.V. beteiligten sich ebenfalls mit einem Anteil des Erlöses ihres jährlichen Flohmarkts.

In einer kleinen Feierstunde am vergangenen Freitag bedankten sich Kommandant Hans-Peter Merz und 1. Bürgermeister Martin Brenner bei den Vertretern der Firmen für deren Engagement zugunsten des Brand- und Katastrophenschutzes aber auch zugunsten der Feuerwehrleute. Denn wie Bürgermeister Brenner in seinem Grußwort feststellte, gibt es neben den Anschaffungen für die Pflichtaufgaben der Feuerwehr, für die die Stadtkasse aufkommen muss, auch Dinge, die in erster Linie die Arbeit als Feuerwehrmann und -frau leichter machen, deren Finanzierung daher aber nicht immer sofort zugesichert werden kann. Für deren Beschaffung springt zwar manchmal der Feuerwehrverein mit ins Boot, doch gerade die Spenden der Unternehmen machen den Kauf oftmals erst möglich.

Nicht nur die Burgauer Feuerwehrleute profitieren von den Spenden: der beheiz- und beleuchtbare Pavillon steht in Verbindung mit dem AB Aufenthalt bei allen größeren Einsätzen für Feuerwehren und Atemschutzgeräteträger im gesamten Inspektionsbereich zur Verfügung. Hier kann kontaminierte Einsatzkleidung abgelegt und gewechselt werden. Die Übungsfeuerlöscher dienen den städtischen Mitarbeitern bei den Brandschutzunterweisungen als Übungsgerät und der Feuerwehrnachwuchs in allen vier städtischen Wehren inkl. Stadtteilen kann sich endlich über moderne Helme in neuem Look freuen.

Die größte Anschaffung ist natürlich der Teleskoplader, der gebraucht vom Burgauer Sanitärbetrieb Ruf zur Feuerwehr kommt. Das vier Jahre alte Fahrzeug vom Typ „Manitou“ ersetzt für die Logistik im Gerätehaus den bisherigen Gabelstapler (übrigens seinerzeit ebenfalls eine Spende der Firma ROMA), da dieser die Galerie in der neuen Fahrzeughalle in einer Höhe von 5,50m nicht mehr erreichen kann. Doch auch außerhalb des Feuerwehrhauses spielt der Teleskoplader seine Vorteile aus: durch seine kompakte Bauweise kann er auf dem AB Mulde verlastet und an eine Einsatzstelle verbracht werden und hier bei unterschiedlichsten Szenarien wie Hochwasserlagen, LKW-Unfällen o.a. unterstützen.