Information

Dienstversammlung 2026

Am vergangenen Freitag begrüßte der frisch wiedergewählte 1. Bürgermeister Martin Brenner als oberster Dienstherr die Aktiven der Feuerwehr Burgau mitsamt der Löschgruppe Großanhausen sowie einige Gäste zur diesjährigen Dienstversammlung.

Neben Rück- und Ausblick auf das vergangene und laufende Haushaltsjahr legte er seinen Fokus auf die zahlreichen Weichenstellungen und Anschaffungen insbesondere im Katastrophenschutz. Das Jahrhunderthochwasser vom Juni 2024 wirkte nicht nur 2025 nach, sondern wird sich neben der laufenden Großbaustelle südlich der Stadt auch im dieses Jahr durch Beschaffungen für die Wehr bemerkbar machen. Zusammen mit 1. Kommandant Hans-Peter Merz zählte Brenner auf, was die Feuerwehr Burgau nun mittlerweile ihr Eigen nennen kann: ein Abrollbehälter mit 2,5 km F-Schläuchen, zwei Abrollbehälter für Hochwasserschutzmaterialien, eine Großpumpe (Förderleistung 600m³/h), Hochwasserbarrieren Typ „BoxWall“, ein Abrollbehälter „Mulde wasserdicht“, eine Drohne und diverses weiteres Kleinmaterial für den Katastrophenschutz. Der Feuerwehrverein unterstützte die Wehr mit der Anschaffung eines neuen Versorgungs-LKW, nachdem das bisherige Modell im vergangenen Jahren irreparabel defekt wurde.

Für 2026 stehen weitere Investitionen an: ein aktuell im Umbau befindlicher LKW, der aus Beständen der britischen Armee übernommen wurde, soll zukünftig für die Evakuierung von Personen aus überfluteten Gebieten zum Einsatz kommen. Ein Großteil der Errungenschaften wurde dabei gebraucht angeschafft. Insgesamt resümierte Kommandant Merz, dass etwa 380.000 Euro ausgegeben wurden – hätte die Stadt Burgau hier jeweils eine Ausschreibung für neuwertige Fahrzeuge und Ausrüstung vergeben, hätten über 1,3 Mio. Euro aufgewendet werden müssen. Dadurch war das vergangene Feuerwehrjahr aber auch geprägt vom enormen Zeitaufwand für die Koordination von Einkauf und Umbau – bei Fahrten zur Abholung oder Umrüstung in die Schweiz, die Niederlande, nach Frankfurt oder Erfurt mussten über 4.000 Kilometer zurückgelegt werden. Merz dankte hier nicht nur den Ehrenamtlichen, sondern auch der Feuerwehr Günzburg für die unkomplizierte Unterstützung mit dem Wechsellader.

Unabhängig vom Katastrophenschutz konnte die Wehr auch nach vier Jahren endlich die beiden neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge vom Hersteller BAI in Brescia, Italien übernehmen. Auch hier war eine Delegation aus Ehrenamtlichen zwei volle Tage und ca. 1.000 Kilometer unterwegs. Nachdem das altgediente LF 16/12 mit einem Bremsenschaden im Januar 2025 ausgefallen war, wurde der Ersatz auch bereits sehnlichst erwartet.

Bei so viel neuer Technik war das Jahr geprägt von Schulungen, Tests und dem Einlernen in die neuen Fahrzeuge und Gerätschaften, sowohl für Führung als auch Mannschaft. Zugleich nahmen 261 Einsätze einen nicht unerheblichen Anteil in der Arbeits- und Freizeit der Ehrenamtlichen ein – eine erneute Steigerung im Vergleich zu den Vorjahren. Merz sprach auch hier seinen Dank an die Burgauer Betriebe aus, die nicht nur mit großzügigen Spenden Jahr für Jahr die Anschaffungen unterstützen, sondern auch die Mitarbeiter für nicht wenige Einsatzstunden freistellen.

Da einige Kameraden auch noch weiterführende Lehrgänge vom Atemschutz über Gruppenführer bis zum Verbandsführer besuchten, standen zahlreiche Beförderungen auf dem Programm. Kreisbrandinspektor Erich Geißler konnte nach seinem Grußwort außerdem sechs der Anwesenden für ihr langjähriges Engagement mit dem Ehrenzeichen für 40 Jahre aktiven Dienst auszeichnen.

Bürgermeister Brenner hatte außerdem noch gute Nachrichten im Gepäck: bereits seit vielen Jahren prüft und reinigt die Burgauer Wehr Schläuche, Atemluftflaschen oder Masken für Atemschutzgeräte für Feuerwehren im Umkreis. Nach langwierigen Verhandlungen konnte die Stadt nun eine Zweckvereinbarung mit den betreffenden Kommunen abschließen, durch die eine eigenständige weitere Gerätewartstelle für diese anfallenden Aufgaben finanziert wird. So bleibt für die Burgauer wieder mehr Zeit, sich um die Instandhaltung des eigenen Fuhrparks und und der eigenen Gerätschaften zu kümmern. Brenner kündigte eine Ausschreibung der Stelle in den nächsten Wochen an.

Die zahlreichen Neuanschaffung samt dem vor gut einem Jahr fertiggestellten Erweiterungsbau werden nach einem kirchlichen Segen im Rahmen eines großen Tages der offenen Tore am 17. Mai der Öffentlichkeit präsentiert.